Seite  1   2   3  Meinung: Das Deutschlandbild im Ausland

Das Deutschlandbild in der ausländischen Berichterstattung

FlaggenmeerEs ist ein gutes und befreiendes Gefühl, wenn man hört und liest, dass Journalisten aus aller Welt die patriotischen Emotionen der Deutschen respektieren und die ungewohnte Eintracht nicht gleich in der Presse zerreißen. Immer wieder wurde Deutschland argwöhnisch beobachtet, vor allem nach dem Mauerfall, auf der Suche nach Anzeichen für nationalistische Strömungen. Während der WM aber entdeckten ausländische Journalisten in Deutschland das genaue Gegenteil. Sogar britische Magazine - die normalerweise dafür bekannt sind, die geringste Affinität zu neonazistischen Gedanken und Handlungen anzuprangern - berichteten positiv: Überrascht und verwundert, aber erfreut, zeigte sich zum Beispiel der britische „Observer“ angesichts des sanften, friedlichen Patriotismus in Deutschland.

Die teilweise negative Haltung der deutschen Presse wurde dagegen als eine Art Selbstverstümmelung gewertet: Sie lasse die unsichere Gesinnung der Deutschen hervortreten, die darauf hindeute, dass die Deutschen mit sich selbst nicht im Reinen seien.

Wir können von Glück sagen, dass Fußballfreunde aus aller Welt sich so solidarisch verhalten haben und nicht, wie es holländische Fußballfans vor der WM angekündigt hatten, mit orangefarbenen Helmen, die optisch den damaligen Stahlhelmen der Wehrmacht ähneln, aufgetreten sind.

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