Seite 1 2 3 Meinung: Das Deutschlandbild im Ausland
Auch unsere direkten Nachbarn lobten das Gastgeberland. Das Nachrichtenmagazin „tagesschau.de“ trug einige Statements ausländischer Korrespondenten zusammen:
Die italienische Journalistin Marina Verna (La Stampa) lobte den neuen Patriotismus und meinte, dass dieser den Deutschen sogar bei der Lösung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Probleme helfen könne. Auch in Sachen Organisation seien die Deutschen weit vorn – im Vergleich zur WM 1990 in Italien, wo nichts funktionierte, auch wenn letztlich alles gut gegangen sei. „Endlich leisten die Deutschen sich etwas, was für uns in Italien üblich ist: Freude an ihrer Heimat.“ (Pressemitteilung “tagesschau.de”)
In Polen hingegen äußerte sich keine Zeitung über die Patriotismus-Frage, berichtete Piotr Jendroszczyk (Rzeczpospolita). Vielmehr war er davon überzeugt, dass nach der Weltmeisterschaft nicht mehr viel von der gesteigerten Euphorie des deutschen Nationalgefühls übrig bleibe. (Pressemitteilung “tagesschau.de”)
Die Franzosen haben den entspannten Patriotismus der Deutschen nicht unbedingt als ungewöhnlich wahrgenommen, so Cécile Calla (Le Figaro), da in Frankreich Patriotismus eine wesentlich größere Rolle spiele und schon in der Grundschule gelehrt werde. (Pressemitteilung “tagesschau.de”)
Alles in allem wurde der Gastgeber nach der Weltmeisterschaft mit Lob aus aller Welt überhäuft und alte Klischees über die Deutschen scheinen sich gewandelt zu haben oder sind ganz verschwunden. Generell ist das Konzept “Die Welt zu Gast bei Freunden” aufgegangen, das Bild Deutschlands und der Deutschen durch die WM weltweit positiv zu verändern.