Seite 1 2 3 Nationalfarben: Zur Historie der Bundesflagge
Schwarz-Rot-Gold – Symbol für Demokratie und Freiheit
Forscht man nach dem Ursprung unserer heutigen Nationalfarben, so muss man bis ins Mittelalter zurückgehen, um ihre Entwicklung zu verstehen. Bereits im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation existierten die Farben Schwarz und Gold in Form eines Adlers auf goldenem Grund und galten als Symbol des Kaisers. Erst im 14. Jahrhundert wurden Schnabel und Fänge des Adlers rot eingefärbt.
Während der Befreiungskriege 1813 gegen die französische Besatzung versammelte der preußische Major Lützow zahlreiche Studenten, Künstler und Akademiker in einer Freiwilligeneinheit des preußischen Heeres. Die Freiwilligen kamen aus allen Teilen des Landes und mussten eine einheitliche Uniform erhalten. Da Mitglieder des Lützowschen Freikorps keinen Sold erhielten und sich selbst einkleideten, ließ sich nur durch das Schwarzfärben der Waffenröcke eine einheitliche Uniformfarbe herstellen. Zusätzlich wurden rote Umschläge und goldene Knöpfe angebracht, um die sich die Legende rankte, sie seien den Farben des kaiserlichen Wappens des Heiligen Römischen Reiches entnommen. Aus dieser Zeit stammt der Ausruf: „Aus der Schwärze der Knechtschaft durch blutige Schlachten ans goldene Licht der Freiheit.“
Am 12. Juli 1815 gründeten sieben ehemalige Mitglieder des Lützowschen Freikorps mit weiteren Studenten die Burschenschaft zu Jena und bestimmten Schwarz-Rot zu ihren Farben.
In der Verfassungsurkunde heißt es dazu: „Eingedenk, dass bei den jugendlichen Freuden auch stets der Ernst des Lebens zu bedenken sei, bestimmen sie Rot und Schwarz zu den Farben ihres Paniers.“